22. August 2016

Inferno Triathlon 2016

Am vergangenen Samstag war es soweit: Nach einem Jahr mentaler und 16 Wochen körperlicher Vorbereitung startete ich zum letzten Mal als Single beim Inferno Triathlon. Mein Ziel, nochmals auf dem Gipfel anzukommen habe ich zwar verfehlt, aber der Tag hat mir dennoch gut gefallen.

Mental und körperlich gut vorbereitet startete ich um 06.30 Uhr im Strandbad mit mehreren Hundert Kolleginnen und Kollegen zu meinem siebten und letzten Inferno-Triathlon als Single. Der Wetterbericht sagte eine Kaltfront und Regenschauer voraus, was mir bei dieser ultralangen Prüfung entgegen kam. Der Oberwind am Thunersee blies aber deutlich und die Gegenwellen verhinderten schnelle Schwimmzeiten. In Oberhofen stieg ich auch deswegen bereits mit einem Rückstand von einer Viertelstunde aus dem Wasser.

Vor dem Start im Strämu Thun

Meine Reise ging auf dem Rennvelo weiter über den Beatenberg Richtung Interlaken, Meiringen und die Grosse Scheidegg bis nach Grindelwald. Auch auf diesem Abschnitt verlor ich etwas Zeit. Gegen Ende des Aufstiegs zur Grossen Scheidegg begann es dann zu regnen und die Abfahrt wurde wie immer zu Beginn des Regens sehr glitschig. Auch dort musste ich zur Sicherheit ein paar Minuten Zeit liegen lassen.

Beim kurzen Wechsel der Schuhe und des Velos in Grindelwald ging es mit dem Bike weiter zur Kleinen Scheidegg. Weiterhin fühlte ich mich leistungsfähig aber doch spürte ich, dass ich meine Marschtabelle, welche ich anhand von Trainingszeiten zusammenstellte, nicht einhalten konnte. Die Abfahrt nach Lauterbrunnen konnte ich dann richtig geniessen: Schnell und technisch nicht zu schwierig, so gefällt es mir! Auf diesem Abschnitt konnte ich doch einige Athleten ein- und überholen. Trotzdem hatte ich beim letzten Wechsel in Stechelberg bereits einen Rückstand von 35 Minuten auf meine Tabelle. Zudem fühlte ich mich dort nicht mehr so frisch wie früher in jüngeren Jahren.
Wechselzone Grindelwald
Nach dem Wechsel ins Lauftenue spürte ich in meinen Beinen schon eine gewisse Müdigkeit und ich wurde wieder von einigen Athleten überholt. Beim Aufstieg zur Grütschalp musste ich rasch vom Laufschritt zum Marschieren wechseln und verlor damit immer mehr Zeit. Dort angekommen wurde mir klar, dass ich den Kontrollschluss um 18.00 Uhr in Mürren trotz nun mehrheitlich flacher Strecke nicht mehr schaffen würde. So musste ich nach 11 Stunden und 53 Minuten meinen letzten InfernoTriathlon in Mürren beenden.

Auch wenn ich mein Ziel, noch einmal auf dem Schilthorn anzukommen, nicht erreicht habe, bin ich nicht enttäuscht. Den "schönen, langen Tagesausflug", wie ich den Inferno Triathlon nenne, hat mir gut gefallen. Nicht die Distanz von 155 Kilometern in vier Disziplinen sind für mich als Seniorensportler die grosse Herausforderung, sondern die 5500 Höhenmeter in der geforderten Zeit!

Resultate: https://services.datasport.com/2016/tri/inferno/rang014.pdf

8. August 2016

Vor dem Inferno-Triathlon

In den vergangenen zwei Ferienwochen konnte ich sehr gut trainieren. Mit 16 und 20 Stunden Training in der ersten und zweiten Woche bin ich mit dem erzielten Umfang zufrieden. Grundsätzlich machte ich an einem Tag ein längeres Training und am Folgetag dann ein kürzeres oder einen Ruhetag ohne Sport. Auf diese Weise wurde ich meiner längeren Erholungszeit im fortgeschrittenen Sportleralter gerecht.


Nun habe ich noch zwei Erholungswochen vor mir, in denen ich nur noch wenig, kurz und locker trainieren werde. In der letzten Woche vor dem Inferno werde ich dann doch noch ein paar Mal, aber nur kurz, den Puls wieder in die Höhe treiben.

31. Juli 2016

Training und Erholung

Am vorletzten Samstag bestritt ich mit dem Stockhorn-Halbmarathon meinen dritten und letzten Vorbereitungswettkampf für den Interno-Triathlon. Nach der vorangehenden Erholungswoche lief es mir recht gut, aber trotzdem erlitt ich beim Abstieg zum Hinterstockensee starke Muskelschmerzen in den Beinen. Ich konnte nur noch langsam laufen und verlor dort einige Minuten Zeit.

Aber ich schaute nach vorne und bereits am Montag darauf absolvierte ich in meinen jetzigen Ferien ein längeres Training mit dem Rennvelo. Heute, nach der ersten Woche meiner beiden Umfangs-Trainingswochen konnte ich mit zwei Ruhetagen ohne Sport gut sechzehn Stunden trainieren. Mein Gefühl ist gut und ich freue mich auf den Inferno-Triathlon!

Rangliste Stockhorn-Halbmarathon: http://stockhorn-halbmarathon.ch/dokumente/ranglisten/Rangliste2016_Kat.pdf

18. Juli 2016

Fast wie früher

Am vergangenen Samstag fuhr ich zum Training eine Runde, welche ich ganze 33 Jahre lang mit dem Rennvelo nicht mehr gefahren bin! Von Solothurn aus über den Weissenstein und von Welschenrohr über den Balmberg zurück ins Mittelland. Beides sind die deutlich steileren Aufstiege mit maximal 22% und 25% Steigung als von der Gegenseite her. Anfangs der Achtzigerjahre fuhr ich diese Runde als junger Amateur-Rennfahrer regelmässig und konnte während dieser Zeit ein paar wenige vordere Ränge in Bergrennen erzielen.


Seit vielen Jahren wollte ich diese beiden Aufstiege wieder einmal bewältigen und ich wusste nicht, wie gut ich diese extremen Steigungen noch schaffen würde. Nun war ich erstaunt, dass ich diese beiden Jura-Übergänge noch recht gut fahren konnte. Sicher war ich langsamer als damals zu meiner besten Zeit als junger Rennfahrer, aber mit deutlich kleineren Gängen ging dies am Samstag noch erstaunlich gut.


Zwischen Solothurn und dem Weissenstein

Welschenrohr
 

7. Juli 2016

Die erste Stunde

In den vergangenen Wochen erlebte ich bei meinen längeren Rad- oder Lauftraining mehrmals etwas Neues und Besonderes: In der ersten Stunde fühlte ich mich müde und nicht besonders leistungsfähig. Das Training abkürzen kam für mich natürlich nicht in Frage, ich zog mein Programm durch. Jedes Mal ging es dann ab der zweiten Stunde oder beim nächsten Aufstieg wieder gut und ich konnte mein Tempo jeweils bis zum Schluss durchziehen.


Dies werte ich als Hinweis, dass sich meine Ausdauerleistungsfähigkeit wieder deutlich gebessert hat. Dennoch hoffe ich, dass ich diese "Macke" bis zum Inferno-Triathlon noch ausmerzen kann. Ein kleiner Trost bleibt bei dieser Unsicherheit: Die erste Stunde vom Inferno-Triathlon absolviere ich liegend, im Wasser, ohne einen Höhenmeter!

20. Juni 2016

Zweiter Vorbereitungswettkampf

Letzten Samstag reiste ich nach Les Rasses (VD) um die Coupe du Chasseron zu fahren. Das 43 Kilometer lange Bikerennen mit über 1200 Höhenmetern wählte ich als weiteren Vorbereitungswettkampf für den Inferno-Triathlon. Nach der dritten Belastungswoche in meinem Vierwochenzyklus erwartete ich keine besondere Leistung von mir, vielmehr diente mir das kurze Marathon-Bikerennen als Abschluss dieses Trainingsblocks.


Das überaus nasse Wetter und die mehrmals einsetzenden Niederschläge an diesem Tag machten die Strecke so tief und glitschig, wie ich sie bei meinen sechs Teilnahmen noch nie gesehen habe. Deshalb und wegen meiner doch spürbaren Müdigkeit brauchte war ich deutlich länger unterwegs als in den Vorjahren. Bereits am ersten Aufstieg fiel ich zurück und fand mich im weiteren Verlauf des Rennens im hinteren Teil des Feldes vor. Trotzdem bin ich mit meinem im Aufbau befindlichen Formstand zufrieden, besonders gut zeigte sich meine Ausdauerleistung, welche für den Inferno Triathlon von zentraler Bedeutung sein wird.


Rangliste Coupe du Chasseron: https://www.mso-chrono.ch/pdfs/results-category.php?race=610&import=4415&model=7&order=categorie&key=seniors

15. Juni 2016

Regen

Nun trainiere bereits die siebte Woche für den Inferno-Triathlon vom 20. August. Wegen des mehrheitlich nassen Wetters machte ich mehr Lauf- und Schwimmtrainings und weniger Trainings mit dem Rennvelo oder Bike. Stundenlang im Regen mit dem Rennvelo zu trainieren behagt mir nicht und deswegen habe ich noch nicht viele Kilometer und Stunden im Sattel verbracht. Aber deshalb mache ich mir keine grossen Sorgen und lasse mich nicht demotivieren. Es bleiben immer noch viele Wochen, in dem sich der Sommer doch noch zeigen kann. Eine Weisheit geht mir dabei oft durch den Kopf: "Das Herz hat keine Augen und sieht nicht, in welcher Sportart es belastet wird!"