19. Januar 2015

Seitenwechsel

Im Schwimmsport bin ich hauptsächlich als Trainer, Kursleiter und Stilrichter bekannt. Nun wagte ich nach einigen Jahren wieder einmal einen Seitenwechsel und stieg selbst auf den Startblock. Die Erfahrungen von diesem Wettkampf sind interessant für mich, auch wenn der Leistungsunterschied zu den reinen Schwimmern meines Alters deutlich ist.

Nach vielen Jahren startete ich am vergangenen Samstag erstmals wieder an einem Schwimm-Wettkampf. Neu für mich im Bassin war auch die Distanz über 800 Meter. Die längeren Distanzen im Schwimmen mit laufender Uhr im Hintergrund kenne ich nur vom Triathlon her, meist im offenen Gewässer geschwommen.

Für den Burgdorfer Long Distance Contest haben sich von unserem Schwimmclub Delphin Uetendorf mit mir vier Masters-SchwimmerInnen angemeldet. Der kleine, familiäre Wettkampf bot aber auch älteren Masters-Schwimmern eine Startgelegenheit. Gerne wäre ich im Rennen über 1500 Meter gestartet, der Schwimmdistanz, welche ich früher bei den olympischen Triathlons bewältigt hatte. Schliesslich meldete ich mich für das 800-Meter-Rennen an, da ich anhand der Meldezeiten sah, dass sich niemand im Bereich meiner bescheidenen Schwimmleistung über die 1500 Meter wagte. Meine Meldezeit rechnete ich anhand verschiedener Zeiten vom Training aus. So erhoffte ich, diese 32 Längen im 25-Meter-Hallenbad in 14 Minuten bewältigen zu können.

Vor dem ersten Rennen ging ich einschwimmen, obwohl ich danach rund drei Stunden bis zu meinem Start warten musste. Dabei geht es auch darum, das Bad kennen zur lernen, besonders auch die Bauart der Startblöcke. Vor meinem Start wärmte ich mich nochmals auf und prägte mir ein, ja nicht zu schnell zu starten. Mir war bewusst, dass es eine sehr harte Viertelstunde geben wird. Durch mein jahrzehntelanges Ausdauertraining bin ich noch heute in der Lage, mich über fünfzehn Minuten im aerob-anaeoroben Schwellenbereich zu bewegen.

Mir gelang ein sehr gutes Rennen und ich konnte regelmässig schwimmen und in den letzten hundert Metern noch einmal zulegen. Mit 15:24,12 schlug ich an, aber trotz meiner verpassten Vorgabe bin ich zufrieden. Anhand der Zwischenzeiten auf der Rangliste sah ich, dass ich die ersten dreihundert Meter möglicherweise doch etwas zu schnell angegangen bin.

Nun habe ich eine aktuelle Wettkampf-Zeit, mit der ich in wieder rechnen kann. Mein "Schritt über den Bassinrand" als Stilrichter hat mir gut gefallen! Ich glaube, nächstes Jahr bin ich in Burgdorf wieder dabei. Besonders freuen würde ich mich, wenn sich mehr Masters mit tieferen Jahrgängen  anmelden würden!

Rangliste: http://www.swimrankings.net/services/CalendarFile/11143/BLDC2015_Rangliste.pdf

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