22. Juli 2013

Berglauf

Am vergangenen Wochenende konnte ich an meinem einzigen Lauf in diesem Jahr teilnehmen. Beim Eiger Ultra Trail in Grindelwald wurde auch ein kurzer 16 Kilometer-Lauf angeboten. Die beiden Ultra-Trails über 51 und 101 Kilometer kamen für mich nicht in Frage. Unsere sehr schöne Strecke führte vom Dorf Richtung Oberer Grindelwaldgletscher - Unteres Loichbiel - Bort - Holewang und wieder steil bergab nach Grindelwald. Die 960 Höhenmeter waren recht happig und im mittleren Teil gab es ein ständiges Auf und Ab.

Mir gelang ein gutes Rennen und bergauf machte sich mein Intervall-Lauftraining am Berg positiv bemerkbar. Aber bereits vor dem vier Kilometer langen Schlussabstieg fühlten sich meine Beine schwer an. So konnte ich nicht wie erhofft und wie üblich, bergab viele Mitkonkurrenten überholen. Dennoch reichte es mir bei den H40-59 zum 20. Rang, eben noch im ersten Drittel klassiert.

Zieleinlauf in Grindelwald

Resultate Eiger Ultra Trail E16: http://services.datasport.com/2013/lauf/eiger-trail/RANG064.pdf

15. Juli 2013

Zwei Tage am Gigathlon

Am Freitag half ich in der rund 50-köpfigen Gruppe der SLRG, die Gigathlon-Schwimmstrecke Belp - Bern in der Aare zu sichern. Mit rund 15 Grad war das Wasser recht kalt und die Fliessgeschwindigkeit recht hoch. Auf der sechs Kilometer langen Strecke vom Restaurant Jägerheim in Belp bis zum Eichholz in Bern standen Fluss-Rettungschwimmer beim Start und Zeil und dazwischen auf 15 Posten am linken Aareufer bereit. Jeder Posten war mit zwei Personen besetzt. Ich wurde am drittletzten Posten einteilt und wir zwei hatten während den fünf Stunden Bereitschaft keinen Einsatz. Anfangs der Strecke und beim Ausstieg im Eichholz waren die Rettungsschwimmer aber gefordert.

Tags darauf am Samstag bin ich für Andrea und Beat vom Schwimmclub Delphin Uetendorf als Supporter eingesprungen. Beide absolvierten am Freitag und Samstag den zweitägigen Gigathlon als Couple. Meine Aufgabe war, ihr Teamfahrzeug, einen Camperbus, vom Etappenort Bern in die zweite Wechselzone in Chamblon zu fahren. Dort betreute ich den Wechsel vom Bike zum Rennvelo. Weiter fuhr ich zum nächsten Wechselort nach Lausanne-Dorigny, wo der Wechsel zum Lauf anstand. Am Schluss fuhr ich ins Ziel in Lausanne-Bellerive. Am Gigathlon ist es üblich, die letzten paar Hundert Meter gemeinsam als ganzes Team einzulaufen. Erinnerungen wurden wach, waren wir drei zusammen doch bereits vor 13 Jahren im Fünfer-Team vom Schwimmclub Delphin Uetendorf am damaligen eintägigen Gigathlon am Start!

Zieleinlauf in Lausanne am Gigathlon 2013

9. Juli 2013

Bekanntes und Neues

Am vergangenen Samstag stand bei mir ein weiteres Rennen vom Garmin Bike Cup auf dem Programm. Erstmals startete ich am Glèbe'Bike in Estavaver-le-Gibloux. Mit 34 Kilometern und gut 1100 Höhenmetern war dies ein eher "leichteres" Rennen dieser Serie. Das Haupthindernis des Tages, der Sendeturm Mont Gibloux kannte ich vom früheren GP La Liberté aus den Neunzigerjahren her. Auch an diesem Rennen merkte ich, dass mir die Grundschnelligkeit fehlt um mit den besten 50-Jährigen mitzuhalten. Dafür fuhr ich bergauf wiederum recht stark.

Etwas ungewisser waren am Abend meine Gedanken an den Sonntag: Seit längerer Zeit hatte ich mich als Teilnehmer für das SLRG-Modul Fluss in Worblaufen angemeldet. Meine Müdigkeit vom Samstag hielt sich in Grenzen, für den ganzen Kurstag hatte ich somit noch genug Energie. Die Aare führte viel Wasser und die Fliessgeschwindigkeit war mit rund zwei Metern pro Sekunde recht hoch. Die erfahrenen Kursleiter konnten uns 15 TeilnehmerInnen viel beibringen: Schwimmen im Fliessgewässer, Retten und Bergen aus dem Fluss und das Planen von Flussaktivitäten bildeten die Hauptthemen. Für mich und viele Teilnehmer war ein Element neu: Sich zwischen den Brückenpfeilern der Worblaufenbrücke durchtreiben zu lassen, dann sofort ins Widerwasser schwimmen um wieder flussaufwärts zum Brückenpfeiler zu schwimmen und auf dessen Fundament zu klettern!

Rangliste Glèbe'Bike: http://www.mso-chrono.ch/pdfs/resultats.php?race=193&import=2015&order=categorie&key=seniors

Zwischenrangliste Garmin Bike Cup: http://www.mso-chrono.ch/pdfs/championship-category1.php?group=16&category=118

SLRG Modul Fluss: http://www.slrg.ch/ausbildung/grundausbildung/modul-fluss.html

1. Juli 2013

Die letzte Steigung vom Coupe du Chasseron

Eine anstrengende Woche mit zwei Staff-Einsätzen und zwei Bikerennen liegt hinter mir. Selbst während meinen Ferien ist dieses Programm happig für mich. Meinen Fokus legte ich aber auf das sonntägliche Garmin Bikecup-Rennen, an dem ich die vorangegangenen Tage etwas spürte.

Am Mittwoch startete ich beim MTB-Bergrennen Merligen - Grön. Dieses Clubrennen vom RC Steffisburg wurde erstmals auch als BOE-Rennen ausgeschrieben. An diesem Rennen ging es für mich mehr zum dabei Sein und um den zweiten, gemütlichen Teil nach dem Rennen beim Bikeshop Sigriswil zu geniessen. Im Hinblick auf das Garmin Bikecup-Rennen vom Sonntag fuhr ich nicht voll.

Am Sonntag stand ich in Les Rasses etwas müde am Start zum Coupe du Chasseron. Die beiden Tage zuvor zehrten etwas an meiner Substanz: Ein Einsatz als Hilfskursleiter, das Einrichten des Schwimmbeckens für den Spiezathlon und der Sicherungseinsatz beim Wettkampf lasteten die zwei Tage voll aus.

Vom vielen Regen der Vortage war die Strecke aufgeweicht, glitschig und der Boden stellenweise sehr tief. An solchen Verhältnissen bei Bikerennen habe ich weniger Freude und dieses Unbehagen schlägt sich meist auch auf meine Leistung nieder.

Erst bei der dritten und letzten Steigung des mit über 1000 Höhenmetern aufweisenden Rennens konnte ich meine Leistung gut entfalten. Der Alpweg auf diesen sechs Kilometern ist gut befahrbar und die Steigung ist regelmässig und überwindet 440 Höhenmeter. Wie in den beiden Vorjahren konnte ich dort Boden gutmachen und diesmal sogar sechzehn FahrerInnen überholen! Die folgende, vier Kilometer lange Schlussabfahrt ins Ziel war wieder sehr glitschig. Selbst dort überholte mich niemand mehr, meinerseits überholte ich noch einen Fahrer.

Dieser Schlusseffort schlug sich im Klassement nicht mehr besonders nieder. Zuvor hatte ich auf dem rutschigen Parcours zu viel Boden verloren. Einmal mehr zeigte sich deutlich, dass der Kopf an der Leistung an einem Wettkampf eine sehr wichtige Rolle spielt.

Rangliste BOE-Bike-Bergrennen: http://www.swiss-cycling-boe.ch/resultate-1/

Rangliste Coupe du Chasseron: http://mso-chrono.ch/pdfs/resultats.php?race=203&import=1992&order=categorie&key=seniors

Zwischenstand Garmin Bike Cup: http://mso-chrono.ch/championship/group/category/16/118

24. Juni 2013

Gegensätze zur Abwechslung

Meine Muskelprellung vom Sturz am letzten Bikerennen ist weitgehend verheilt. Am Wochenende leistete ich einen Richtereinsatz im Schwimmen und lief einen regionalen OL. Solche gegensätzliche Tätigkeiten gefallen mir und bieten Abwechslung in meinen Sportalltag.

Meine starke Oberschenkelprellung vom Sturz am Raid Evolènard habe ich weitgehend auskurieren können. Mit drei lockeren Schwimmtrainings konnte ich den vorderen und äusseren Oberschenkelmuskel schonen. Am Donnerstag und Freitag konnte ich mit zwei Radtrainings das Bein wieder gut bewegen und schon leicht belasten. Am Samstag war ich an den Regionalen Schwimmmeisterschaften in Aarau als Stilrichter im Einsatz. In den rund acht Stunden Wettkampfdauer war ich wiederum gut 10 Kilometer marschierend dem Beckenrand entlang unterwegs. Dabei spürte ich die Prellung kaum mehr und entschloss mich definitiv, am Sonntag den Senlser OL zu laufen.

Ein Wettkampftag ums Schwimmbecken bedeutet für mich trotz stark dämmenden Gehörschutzpfropfen eine akustisch grössere Belastung inmitten vieler Personen. Ganz Gegensätzliches erwartet mich jeweils, wenn ich zur Abwechslung einen OL laufe. Der Senlser OL in Plasselb am Sonntag wurde nur schwach besucht. Das Wetter war nass und die Bahnen schwierig und die Belaufbarkeit des Gebiets war teilweise äusserst schwierig. Trotz dem Regen trug ich wie immer an den Orientierungsläufen meine weitgehend wasserresistenten Hörgeräte. Dies deshalb, da ich damit den Quittungston der elektronischen Posten höre. Zudem höre ich schnellere, von hinten nahende Läufer deutlich besser als ohne Geräte. Trotz des nassen Wetters genoss ich die Ruhe und Einsamkeit im Wald.

Rangliste Sensler OL: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2013&event=Sensler+OL&kat=HB

18. Juni 2013

Pech und Glück in einem Rennen

Wie im Vorjahr fand der Raid Evolènard bei grosser Hitze statt. Das Pech hatte mich aber verfolgt und ich erlitt einen Platten und einen spektakulären Sturz. Trotzdem bleibt mir das Rennen mit einer guten Erkenntnis positiv in Erinnerung.

Nach einer Ruhewoche startete ich zum ersten von drei Marathonrennen, welche zum diesjährigen Garmin Bike Cup zählen. Der Raid Evolènard im Val d'Hérens ist mit 54 Kilometer und 2050 Höhenmetern recht happig. Auf beiden Talseiten führte die Strecke je einmal auf über 2200 Metern Höhe. Den beiden Aufstiegen von zwölf und acht Kilometern folgten je eine rund 10 Kilometer lange Abfahrt.

Am Ende der ersten Abfahrt erlitt ich auf einem Schotterweg beim Anbremsen einer Haarnadelkurve am Vorderreifen einen Durchschlag. Sofort entwich alle Luft und nur mit Mühe konnte ich "im Notausgang" der Kurve sturzfrei anhalten. Immerhin, der erste Platten in einem Rennen nach sechs Jahren!

Am Ende der zweiten Abfahrt geriet ich auf einem schmalen Wanderweg in eine tiefe Schlammpfütze, welche ich bergseits umfahren wollte. Bei dieser etwas instabilen Fahrsituation befand sich für mich unsichtbar ein Loch in dieser Pfütze. Sehr schnell stürzte ich kopfvoran über den Lenker den mit dichtem Gras bewachsenen Abhang hinunter. Ich bin froh, sind meine Reflexe noch gut und ich rollte mich wie bei einem Purzelbaum ab. Dabei blieb das Velo an den Schuhen noch eingeklickt und stieg über mir hoch. Erst nach einer weiteren seitlichen Rolle kam ich zum Stillstand. Ausser einer Prellung am linken Oberschenkel blieb ich und das Material heil. Mit etwas reduzierter Leistung konnte ich das Rennen noch beenden.

Mit der sommerlichen Hitze kam ich gut zurecht und erstmals beendete ich einen Wettkampf von rund vier Stunden Dauer bei Hitze ohne Einbruch. Mein Magen konnte also die nötige Menge Flüssigkeit verarbeiten. Ich bin froh dass ich die Hitze über diese Distanz gut überstanden habe. Dieser Umstand lässt mich das Pech mit dem Platten und dem glimpflich verlaufenen Sturz fast vergessen.

Resultate Raid Evolènard: http://mso-chrono.ch/pdfs/resultats.php?race=197&import=1957&order=categorie&key=seniors

Zwischenstand Garmin Bike Cup: http://mso-chrono.ch/pdfs/championship-category1.php?group=16&category=118

10. Juni 2013

Wettkampffrei und Freien - oder doch nicht?

Nach zwei Wochenenden mit je einem Bikerennen stand nun wieder ein wettkampffreies Wochenende an. Das heisst, doch nicht ganz wettkampffrei, denn am Samstag half ich am Burgdorfer Schwimmcup wiederum als Stilrichter mit. Trainiert habe ich in meinem Vierwochen-Zyklus die dritte Belastungswoche. Drei Schwimm- und je zwei Rennvelo- und Lauftrainings absolvierte ich nun bereits bei sommerlichen Temperaturen. Etwas kühler war es nur bei den beiden Schwimmeinheiten im 13 Grad kalten See. Aber nach rund 20 Minuten wechselte ich in den geheizten Pool vom Strandbad. In der vergangenen Woche zeigte sich auch wieder, dass ich doch einige Tage brauche, um mich wieder an warme Temperaturen im Sport zu gewöhnen. Es kommt mir vor, als dass nach einem überlangen Winter kein Frühling da war und nun bereits Sommer ist.

Nun mache ich eine Ruhewoche um am kommenden Sonntag gut erholt am ersten von drei Bikemarathons des Garmin Bike Cups an den Start zu gehen. Zugleich ist es die siebte Woche, in welcher ich jeweils nur drei Tage arbeite und anschliessend mit dem Wochenende vier Tage frei habe. Diese Form von Ferienbezug ist etwas speziell, gefällt mir aber gut und wird auch von meinem Arbeitgeber nicht ungern gesehen. Die letzten drei Wochen vor den Schulferien beziehe ich dann noch "ganz" Ferien.