24. Februar 2015

OL-Frühlingssaison

Bereits liegen fünf Wochen meiner Frühjahrs-Saisonpause hinter mir. Sechs- bis siebenmal pro Woche bewege ich mich in einer meiner Sportarten und damit kommen rund fünf Stunden regeneratives Training zusammen. In dieser Art geht es für mich noch einmal knapp sechs Wochen weiter, mit einem Unterschied: Ab dem kommenden Samstag finden in Wochenfolge fünf OL's statt, an welchen ich starten werde. Die ersten drei Prüfungen sind Läufe der Berner Nacht-OL-Meisterschaft, gefolgt von der Nacht-OL-Schweizermeisterschaft und dem OL Regio Olten, dem ersten Lauf am Tag.

Diese Läufe werde ich wie in den vergangenen Jahren zum Genuss laufen, ohne grosse Ambitionen auf den Rang. Dabei halte ich die Intensität während dem Lauf tief und versuche, möglichst fehlerfrei zu laufen. Im Vordergrund stehen für mich bei diesen Orientierungsläufen das Erlebnis, die Ruhe im Wald, den Kontakt zu den Orientierungsläufern und die gute Laufschule, welche sich durch die wechselnden Bodenbeschaffenheiten in unseren Wäldern ergeben.

16. Februar 2015

Schulbank drücken

Am vergangenen Samstag fand wiederum das Richterseminar des Schweizer Schwimmverbands im Stadtschulhaus in Bremgarten (AG) statt. Dort wurden in verschiedenen Gruppen in je vier Blocks Richterausbildungen wie Pool Basic, Pool Top und Schiedsrichter oder auch Seminare und Workshops durchgeführt. Häufige Themen dabei sind die teils jährlich ändernden Reglemente der FINA (Internationaler Schwimmverband) und die daraus abgeleitete Version vom swiss swimming in deutsch.

Wie meistens in den vergangenen Jahren zeigte sich an unserem Seminartag das Wetter von der sonnigen Seite und veranlasste uns, die Storen in den Schulzimmern gesenkt zu halten. Dass dabei ein schöner Tag auf der Loipe, zum Winterbiken oder einer anderen Aktivität an der Sonne ungenutzt bleibt, nehmen wir für unser Hobby als Richter beim Schwimmverband nicht ganz ungern in Kauf.

2. Februar 2015

Richter-Schwimmen

Am vergangenen Sonntag war ich für den Schwimmverein beider Basel wieder als Stilrichter im Einsatz. Im Hallenbad St. Jakob wurde am Vormittag ein Wettkampf der Kidsliga und am Nachmittag der Jahrgangswettkampf ausgetragen. Wegen den eher mässigen Meldungen am Vormittag und einigen Abmeldungen wurde der letzte Lauf schon um 11.30 Uhr ausgetragen. Das bedeutete für uns vom Richterteam eine zweistündige Mittagspause bis zur Richtersitzung vom Nachmittag.

Da entschlossen wir uns zu Dritt kurzerhand, das freie Bad und die lange Pause zum selber Schwimmen zu nutzen. Erst ab 13.15 Uhr war das Bad wieder zum Einschwimmen für die Teilnehmer am Nachmittag reserviert. Wir genossen die fünf freien Bahnen und konnten ein kurzes Schwimmtraining machen und den Kopf etwas lüften. Für das Mittagessen war anschliessend noch genügend Zeit. Es ist schon viele Jahre her, dass ich als Richter in der Mittagspause genügend Zeit fand, selbst ein paar Längen zu schwimmen!

26. Januar 2015

Radquer-Saisonschluss

Mit meinem Schwimmwettkampf über 800 Meter hatte ich Mitte Januar einen etwas ungewöhnlichen Abschluss meiner Radquersaison. Aber mit diesem Rennen konnte ich nach meiner Aufgabe eine Woche zuvor an der Radquer-SM doch noch einen positiven Abschluss machen.

Besonders freut mich, dass ich nach vielen Jahren erstmals keine Saisonmüdigkeit verspürte und meine Leistungsfähigkeit bis zum letzten Rennen aufrecht erhalten konnte. Dies erreichte ich, indem ich bereits in der Sommersaison davor meinen Trainingsumfang deutlich reduzierte, klarer strukturierte Erholungsphasen einplante und weniger zehrende Rennen fuhr.

Ich meine, dass ich in meiner mittlerweile über 40-jährigen Zeit als Sportler in den letzten paar Jahren die bisher grösste Veränderung an mir erlebte: Der Maximalpuls und damit auch die maximale Leistungsfähigkeit sind klar niedriger. Auch benötige ich nach jeder Belastung, sei sie intensiv oder umfangreich, ein oder zweit Tage mehr Erholungszeit als noch als Mittvierziger.

Nun mache ich meine Frühjahrspause und bewege mich nach Lust und Laune, vermeide aber hohe Intensitäten und zu lange Einheiten. Erst Ende März werde ich wieder mit dem Grundlagen-Aufbautraining beginnen. Nach einem vierwöchigen Trainings-Zyklus werde ich dann Ende April bei meinem ersten Bikerennen auf der Planeyse wieder am Start stehen.

19. Januar 2015

Seitenwechsel

Im Schwimmsport bin ich hauptsächlich als Trainer, Kursleiter und Stilrichter bekannt. Nun wagte ich nach einigen Jahren wieder einmal einen Seitenwechsel und stieg selbst auf den Startblock. Die Erfahrungen von diesem Wettkampf sind interessant für mich, auch wenn der Leistungsunterschied zu den reinen Schwimmern meines Alters deutlich ist.

Nach vielen Jahren startete ich am vergangenen Samstag erstmals wieder an einem Schwimm-Wettkampf. Neu für mich im Bassin war auch die Distanz über 800 Meter. Die längeren Distanzen im Schwimmen mit laufender Uhr im Hintergrund kenne ich nur vom Triathlon her, meist im offenen Gewässer geschwommen.

Für den Burgdorfer Long Distance Contest haben sich von unserem Schwimmclub Delphin Uetendorf mit mir vier Masters-SchwimmerInnen angemeldet. Der kleine, familiäre Wettkampf bot aber auch älteren Masters-Schwimmern eine Startgelegenheit. Gerne wäre ich im Rennen über 1500 Meter gestartet, der Schwimmdistanz, welche ich früher bei den olympischen Triathlons bewältigt hatte. Schliesslich meldete ich mich für das 800-Meter-Rennen an, da ich anhand der Meldezeiten sah, dass sich niemand im Bereich meiner bescheidenen Schwimmleistung über die 1500 Meter wagte. Meine Meldezeit rechnete ich anhand verschiedener Zeiten vom Training aus. So erhoffte ich, diese 32 Längen im 25-Meter-Hallenbad in 14 Minuten bewältigen zu können.

Vor dem ersten Rennen ging ich einschwimmen, obwohl ich danach rund drei Stunden bis zu meinem Start warten musste. Dabei geht es auch darum, das Bad kennen zur lernen, besonders auch die Bauart der Startblöcke. Vor meinem Start wärmte ich mich nochmals auf und prägte mir ein, ja nicht zu schnell zu starten. Mir war bewusst, dass es eine sehr harte Viertelstunde geben wird. Durch mein jahrzehntelanges Ausdauertraining bin ich noch heute in der Lage, mich über fünfzehn Minuten im aerob-anaeoroben Schwellenbereich zu bewegen.

Mir gelang ein sehr gutes Rennen und ich konnte regelmässig schwimmen und in den letzten hundert Metern noch einmal zulegen. Mit 15:24,12 schlug ich an, aber trotz meiner verpassten Vorgabe bin ich zufrieden. Anhand der Zwischenzeiten auf der Rangliste sah ich, dass ich die ersten dreihundert Meter möglicherweise doch etwas zu schnell angegangen bin.

Nun habe ich eine aktuelle Wettkampf-Zeit, mit der ich in wieder rechnen kann. Mein "Schritt über den Bassinrand" als Stilrichter hat mir gut gefallen! Ich glaube, nächstes Jahr bin ich in Burgdorf wieder dabei. Besonders freuen würde ich mich, wenn sich mehr Masters mit tieferen Jahrgängen  anmelden würden!

Rangliste: http://www.swimrankings.net/services/CalendarFile/11143/BLDC2015_Rangliste.pdf

12. Januar 2015

Aufgabe an der SM

Das Wetter am Morgen unserer Schweizermeisterschaft zeigte sich von seiner trüben Seite: Starker Regen, Graupelschauer und böiger Nordwestwind. Unter diesen Bedingungen besichtigten wir die Strecke. Kurz vor unserem Start um 10.30 Uhr klarte der Himmel auf und der Wind liess von seiner Stärke ab. Die Strecke war aber aufgeweicht und rutschig.


Bei diesen Bedingungen schwand meine Motivation und ich konnte vom Start weg meine gewohnte Leistung nicht abrufen. Bald fand ich mich in den hintersten Positionen des Feldes, welches entgegen der ursprünglichen Ausschreibung doch zusammen gestartet war.

Bereits in der zweiten Runde verstopfte mein Velo zusehends und die Gefahr bestand, dass der Wechsel blockierte. Da ich nur mit einem Velo meine Quers bestreite, begab ich mich in die Wechselzone und spritze mein Velo sauber. Die Strecke trocknete zusehends ab und bereits in der dritten Runde drohte der Wechsel wieder zu blockieren. In meiner aussichtslosen Position im Rennen war mir mein Velo doch zu lieb und ich gab das Rennen auf.

Rangliste: http://elite-timing.ch/FileStore/Schweizermeisterschaften-Championnat-suisse20131125/QMasters.pdf

7. Januar 2015

Vor der Radquer-SM

Im vergangenen Sommer hatte ich geplant, meine kommende Quersaison kürzer zu gestalten und diese bereits im Dezember zu beenden. Bald darauf wurden aber Details zur Schweizermeisterschaft vom 11. Januar in Aigle bekannt: Die Masters-Kategorie (im Radsport ab 30-jährig) wird an der SM in drei Gruppen aufgeteilt werden. Das heisst, zuerst starten die Masters Ü30, zwei Minuten später die Masters Ü40 und nochmals zwei Minuten danach die Masters Ü50. Diese Form reizte mich, besonders weil damit in der Startrunde bei uns "Alten" weniger schnell gestartet wird. Deshalb entschloss ich mich, die Quersaison doch bis zu Ende zu fahren, auch deshalb, weil mir die bekannte Strecke in rund um das Velodrome in Aigle sehr gut liegt und gefällt. In den drei Masters-Kategorien zusammen sind rund 55 Fahrer gemeldet.

Nun bestreite ich bereits meine neunte Quersasion als Master, seit ich als 45-jähriger wieder mit Radquer begonnen hatte. Es ist aber das erste Mal, dass ich Ende Saison keine Müdigkeit verspüre und mich immer noch voll leistungsfähig fühle. Dies erreichte ich, indem ich seit letztem Frühling meinen Trainingsumfang deutlich reduzierte, weniger zehrende Wettkämpfe bestritt und mir dazwischen mehr Erholungszeit gönnte.

In dieser erfreulichen und neuen Situation für mich, entschied ich im Dezember, eine Woche nach der SM noch einen Wettkampf anzuhängen: Am Burgdorfer Long Distance Contest werde ich in der Masters-Kategorie über 800 Meter Freistil schwimmen. Nach einigen Jahren Pause wage ich als Stilrichter damit "den Schritt über den Bassinrand".

Link zur SM: http://www.radquer.ch/de/Event/Schweizermeisterschaften-Championnat-suisse20131125.html