18. Juli 2016

Fast wie früher

Am vergangenen Samstag fuhr ich zum Training eine Runde, welche ich ganze 33 Jahre lang mit dem Rennvelo nicht mehr gefahren bin! Von Solothurn aus über den Weissenstein und von Welschenrohr über den Balmberg zurück ins Mittelland. Beides sind die deutlich steileren Aufstiege mit maximal 22% und 25% Steigung als von der Gegenseite her. Anfangs der Achtzigerjahre fuhr ich diese Runde als junger Amateur-Rennfahrer regelmässig und konnte während dieser Zeit ein paar wenige vordere Ränge in Bergrennen erzielen.


Seit vielen Jahren wollte ich diese beiden Aufstiege wieder einmal bewältigen und ich wusste nicht, wie gut ich diese extremen Steigungen noch schaffen würde. Nun war ich erstaunt, dass ich diese beiden Jura-Übergänge noch recht gut fahren konnte. Sicher war ich langsamer als damals zu meiner besten Zeit als junger Rennfahrer, aber mit deutlich kleineren Gängen ging dies am Samstag noch erstaunlich gut.


Zwischen Solothurn und dem Weissenstein

Welschenrohr
 

7. Juli 2016

Die erste Stunde

In den vergangenen Wochen erlebte ich bei meinen längeren Rad- oder Lauftraining mehrmals etwas Neues und Besonderes: In der ersten Stunde fühlte ich mich müde und nicht besonders leistungsfähig. Das Training abkürzen kam für mich natürlich nicht in Frage, ich zog mein Programm durch. Jedes Mal ging es dann ab der zweiten Stunde oder beim nächsten Aufstieg wieder gut und ich konnte mein Tempo jeweils bis zum Schluss durchziehen.


Dies werte ich als Hinweis, dass sich meine Ausdauerleistungsfähigkeit wieder deutlich gebessert hat. Dennoch hoffe ich, dass ich diese "Macke" bis zum Inferno-Triathlon noch ausmerzen kann. Ein kleiner Trost bleibt bei dieser Unsicherheit: Die erste Stunde vom Inferno-Triathlon absolviere ich liegend, im Wasser, ohne einen Höhenmeter!

20. Juni 2016

Zweiter Vorbereitungswettkampf

Letzten Samstag reiste ich nach Les Rasses (VD) um die Coupe du Chasseron zu fahren. Das 43 Kilometer lange Bikerennen mit über 1200 Höhenmetern wählte ich als weiteren Vorbereitungswettkampf für den Inferno-Triathlon. Nach der dritten Belastungswoche in meinem Vierwochenzyklus erwartete ich keine besondere Leistung von mir, vielmehr diente mir das kurze Marathon-Bikerennen als Abschluss dieses Trainingsblocks.


Das überaus nasse Wetter und die mehrmals einsetzenden Niederschläge an diesem Tag machten die Strecke so tief und glitschig, wie ich sie bei meinen sechs Teilnahmen noch nie gesehen habe. Deshalb und wegen meiner doch spürbaren Müdigkeit brauchte war ich deutlich länger unterwegs als in den Vorjahren. Bereits am ersten Aufstieg fiel ich zurück und fand mich im weiteren Verlauf des Rennens im hinteren Teil des Feldes vor. Trotzdem bin ich mit meinem im Aufbau befindlichen Formstand zufrieden, besonders gut zeigte sich meine Ausdauerleistung, welche für den Inferno Triathlon von zentraler Bedeutung sein wird.


Rangliste Coupe du Chasseron: https://www.mso-chrono.ch/pdfs/results-category.php?race=610&import=4415&model=7&order=categorie&key=seniors

15. Juni 2016

Regen

Nun trainiere bereits die siebte Woche für den Inferno-Triathlon vom 20. August. Wegen des mehrheitlich nassen Wetters machte ich mehr Lauf- und Schwimmtrainings und weniger Trainings mit dem Rennvelo oder Bike. Stundenlang im Regen mit dem Rennvelo zu trainieren behagt mir nicht und deswegen habe ich noch nicht viele Kilometer und Stunden im Sattel verbracht. Aber deshalb mache ich mir keine grossen Sorgen und lasse mich nicht demotivieren. Es bleiben immer noch viele Wochen, in dem sich der Sommer doch noch zeigen kann. Eine Weisheit geht mir dabei oft durch den Kopf: "Das Herz hat keine Augen und sieht nicht, in welcher Sportart es belastet wird!"

30. Mai 2016

Erster Vorbereitungswettkampf

Nach vier Wochen Training startete ich zu meinem ersten Vorberetiungswettkampf für den Inferno-Triathlon. Beim Farzin-Bike, einem kurzen Marathon-Bikerennen, erlebte ich Positives, wurde aber auch mit der Realität konfrontiert.


Letzten Sonntag startete ich Dompierre sur Lucens beim Farzin-Bike, einem Bikerennen über 37 Kilometer in stark coupiertem Gelände. Die vielen Niederschläge der Vortage veranlassten den Veranstalter, zwei sehr nasse und rutschige Stellen aus dem Parcours zu nehmen. Dies verkürzte die Strecke schliesslich auf gut 33 Kilometer.


Nach meinen ersten vier Wochen Vorbereitung fühlte ich mich im Rennen bereits recht stark, vor allem bergauf war ich erstaunt, dass ich immer Fahrer überholen konnte. Auch mein neuer Antrieb am Bike mit der 2 x 11-Schaltung und dem neuen kleinsten Gang von 22 x 40 Zähnen bewährte sich gut: Mehrmals konnte ich im kleinsten Gang an steilen Passagen Fahrer überholen, welche einen klar grösseren Gang fuhren.


Bergab sah es jeweils etwas anders aus: Da konnte ich nie Fahrer überholen, aber oft wurde ich überholt. Meine mentale Abfahrtsbremse muss ich wohl akzeptieren. Seit meinem zweieinhalbfachen Überschlag bei hohem Tempo an einem steilen Abhang im Val d'Hérens vor drei Jahren kann ich es bergab nicht mehr gleich schnell laufen lassen wie vorher. Glücklicherweise blieb ich beim damaligen Sturz unverletzt, im Kopf hat er aber langanhaltende Spuren hinterlassen.


Insgesamt bleibt mir das Farzin-Bike aber in guter Erinnerung trotz meinem Rang in der zweiten Ranglistenhälfte. Ich hatte ein gutes Gefühl für meinen Formaufbau und bin erfreut, wie leicht mir bereits das Klettern fällt!


Rangliste: http://farzin-bike.ch/result.php?cat=Vétérans&annee=2016

18. Mai 2016

Murtner OL

Am Pfingstmontag lief ich in Cordast (FR) den Murtner OL. Erstmals diesen Frühling nahm ich mir vor, bei diesem Lauf aufs Tempo zu drücken, denn meine Zeit der Frühjahrspause war bereits seit zwei Wochen vorbei. Dazu habe ich mich gut warm gelaufen und versucht, mich ganz auf die Karte zu konzentrieren. Vom Start weg schlug ich ein hohes Tempo an, welches ich bis zum Schluss durchziehen konnte. Von grösseren Fehlern blieb ich verschont, aber auf der Auswertung sah ich, dass ich bei jedem Posten konstant Zeit verlor. Daraus resultierte nur ein Rang in der zweiten Hälfte der Ergebnisliste. Ein Lichtblick blieb mir dennoch: Wie in früheren Zeiten erzielte ich die schnellste Abschnittszeit auf der ausgeflaggten Strecke vom letzten Posten bis ins Ziel!


Rangliste Murtner OL: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2016&rl_id=3712&kat=HB

14. Mai 2016

Kleine Kursänderung

Für den 29. Mai, nach meinem ersten Vierwochenzyklus im Training, habe ich mein erstes Bikerennen zur Vorbereitung des Inferno-Triathlons geplant. Ursprünglich beabsichtigte ich, das Zeta-Bike in Bôle zu fahren, ein Bikerennen über vier Runden und total 27 Kilometern. Nun habe ich im Rennkalender gleichentags ein anderes Rennen, das Farzin Bike in Dompierre sur Lucens (VD) gefunden. Gemäss der Ausschreibung ist dort der Parcours flüssiger, aber mit mehr Höhenmetern versehen und führt nur über zwei Runden. Dies hat auch den psychologischen Vorteil, dass ich mich dort von der Spitze kaum überrunden lassen muss, so wie in früheren Jahren in Bôle.

www.farzin-bike.ch