3. Juni 2015

Höhenluft

Vergangenes Wochenende fand im Sportbad St. Jakob, auch für die Schwimmer das "Joggeli", der Internationale Basler Cup statt. Am Sonntag war ich als Stilrichter im Einsatz. Das Besondere in diesem Bad ist, dass auf der einen Seite der acht Bahnen im gleichen Pool die Sprungbucht angebaut ist. Deshalb platziert sich der Stilrichter auf dieser Seite auf der Fünfmeter-Plattform des Sprungturms. Der steile Blickwinkel auf die Schwimmer lässt die einen Stilfehler besser, andere schlechter erkennen. Sicher ist aber, dass die gefühlte Temperatur auf dem Turm immer "e Chutte cheuter" als unten beim Pool ist. Dies, weil der Wind ungehindert über die Tribüne blasen kann. Zudem steht man dort grösstenteils im Schatten vom Turm. Trotzdem melde ich mich für die Wettkämpfe im Joggeli immer gerne für diese Seite, als "Turmwächter" an.

Auf der Plattform hinter den Planen war mein Platz als Stilrichter.

Aussicht vom Turm Richtung Startseite.

27. Mai 2015

Staub und Schlamm

Am Pfingstsamstag startete ich beim Bikerennen "La Glânoise" in Ursy (FR), dem dritten Lauf des diesjährigen Garmin Bike Cups. Mit rund 1000 Höhenmetern und 39 Kilometern war die mir bereits bekannte Strecke recht anspruchsvoll. Etwas speziell zeigte sich die Beschaffenheit der Feld- und Waldwege: Von der starken Bise her war die Strecke grösstenteils sehr trocken und staubig. Teilweise zeigten sich in den Wegen aber Senken mit Schlamm und Wasser, als Folge der vergangenen, ergiebigen Niederschläge.

Mit meinem 15. Rang von 47 gestarteten Senioren über 50 Jahren darf ich zufrieden sein. Mein reduzierter Trainingsumfang mit mehr Ruhephasen, aber dennoch hartem und gezieltem Training zeigten erneut ihre positive Wirkung.

An Pfingsten war ich dann beim Speed-Meeting in Spiez wiederum als Stilrichter im Einsatz. Meine Kilometer am Bassinrand vermag ich auch mit müden Beinen zu absolvieren und der Kopf ist nach einem Bikerennen sowieso frei.

Am Pfingstmontag nutzte ich die Gelegenheit des Feiertags, am Murtner OL in Fräschels zu starten. Trotz des stark gewachsenen Bodenbewuchses im Challnechwald verstand es der Bahnleger, interessante Bahnen um die zahlriech vorhandenen Brennnesseln und Dornen zu legen. Meine Müdigkeit vom Bikerennen zeigte sich aber deutlich, oft vermochte ich bergauf nicht mehr im Laufschritt zu rennen. Zudem machte ich zwei zeitraubende Fehler, was nach dem Tag als Richter auch auf einen müden Kopf schliessen liess.

Resultate La Glânoise: https://www.mso-chrono.ch/pdfs/resultats.php?race=429&import=3571&model=4&order=categorie&key=seniors
Resultate Murtner OL, Fräschels: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2015&rl_id=3390&kat=HB

18. Mai 2015

Freiwasser-Schwimmtraining an der Kalten Sophie

Das Wetter am vergangenen Auffahrts-Wochenende bot recht grosse Abwechslung: Am Donnerstag war es noch sonnig und sommerlich warm. An diesem Tag nahm ich an einer Ausfahrt des Radrenn-Clubs Bern teil und machte damit ein über dreistündiges Rennvelotraining. Tags darauf an der Kalten Sophie war es am Mittag gut fünfzehn Grad kälter und es regnete fast den ganzen Tag.

Abends fand im Weyermannshaus in Bern das erste Freiwasser-Schwimmtraining statt, welches vom Swimhohlic-Team von Martin Hohl organisiert wurde. Einen Tag vor der Eröffnung erhielten wir für unser erstes von acht Trainings bereits Einlass. Die elektronischen Anzeigetafeln waren nicht besonders einladend: Wasser: 16 Grad, Luft: 6 Grad!


Bei diesen Aussentemperaturen fühlte sich das Wasser recht warm an! Aber je nach persönlichem Empfinden begannen wir nach rund einer halben Stunde mehr oder weniger zu frieren. Bei mir waren es die nicht durch den Neopren-Anzug und -Kappe bedeckten Körperteile wie Gesicht, Hände und Füsse. Bereits vor dem Training inspizierte ich die Duschen nach Warmwasser - Fehlanzeige, auch die Stadt Bern ist am sparen. So wusste ich jedoch schon während dem kühlen bis kalten Schwimmtraining, dass mich danach keine warme Dusche aufwärmen wird.

5. Mai 2015

Kombi-Training

Zwischen zwei Regentagen, am vergangenen Samstag, bestritt ich den Lysser OL. Dazu reiste ich den 53 Kilometer langen Anfahrtsweg mit dem Velo hin und wieder zurück. Vorgängig orientierte ich mich auf der Karte von Veloland Schweiz über eine geeignete Strecke abseits des Verkehrs. Die regionale Veloroute Nummer 64, Lötschberg - Jura bot sich an, welche ich zwischen Thun und Zollikofen gut kenne. Von Mosseedorf bis Suberg erlebte ich aber einen mehreren Kilometer langen Abschnitt, welchen ich erstmals befuhr! Nach über 40 Jahren Velo fahren ist dies bei mir bereits selten der Fall. Die signalisierte Veloroute führt dort südlich der Hauptstrasse auf Nebenstrassen und -wegen entlang.

Beim OL spürte ich die knapp zweistündige Hinfahrt doch etwas und auch vom Intervall-Lauftraining vom Vortag her war ich nicht mehr ganz frisch. Aber das Erlebnis "OL" war gleichwohl da und für mich war diese Kombination in erster Linie ein Ausdauertraining.

Resultate Lysser OL: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2015&rl_id=3361&kat=C

27. April 2015

Gelungener Auftakt in Colombier

Mit dem ersten Bikerennen dieses Jahres habe ich meine Sommersaison nun richtig gestartet. Nach nur einem vierwöchigen Trainings-Zyklus mit deutlich weniger Umfang und einigen Ruhetagen ohne jeglichen Sport fühlte ich mich beim ersten Ernstkampf sehr leistungsfähig.

Wie letztes Jahr startete ich beim ersten Rennen vom Garmin Bike Cup in Colombier. Die schnelle und dennoch technisch anspruchsvolle Strecke auf dem Waffenplatz Planeyse gefällt mir sehr gut. Am gleichen Ort findet jeweils Ende November ein Radquer vom Omnium Romand Cyclocross statt, teilweise auf gleichen Streckenabschnitten. Das Besondere am Bikerennen ist jedoch die kurze und ruppige Steigung beim Rebberg.

Etwas ungewohnt war der Vortag meines Rennens, denn ich bin kurzfristig bei den Nachwuchswettkämpfen im Hallenbad Biel als Stilrichter eingesprungen. Trotzdem fühlte ich mich am Morgen des Renntags sehr gut. Beim wie immer sehr schnellen Start zu den beiden flachen Startrunden fiel ich nicht allzu weit nach hinten. Auf den anschliessenden drei grossen Runden konnte ich mich dann wieder nach vorne arbeiten.

Besonders in den flachen Rollerpassagen und an der Steigung konnte ich immer Fahrer überholen. Mein Rumpfkraft-Training macht sich besonders bergauf, auch beim Laufen, positiv bemerkbar. Zudem war ich in der Lage, immer eine sehr hohe Intensität fahren. In der letzten Runde konnte ich mich noch von meiner Gruppe absetzen und oben an der Steigung zur nächstvorderen aufschliessen. Auf den letzten 500 leicht steigenden Metern bis zum Ziel verlor ich aber wieder fünf Sekunden auf den vor mir liegenden Fahrer meiner Kategorie.

Nach dem Rennen war ich recht müde, nahm mir aber Zeit
 um ein MTB-Tandem zu begutachten. (im Bild ganz rechts)

Rangliste VTT Planeyse, Colombier: https://www.mso-chrono.ch/pdfs/resultats.php?race=427&import=3506&model=4&order=categorie&key=seniors

20. April 2015

Waldpflegetag

Am vergangenen Samstag führte die Burgergemeinde Strättligen in ihrem Burgerwald einen Waldpflegetag durch. Darauf aufmerksam wurde ich, indem der Waldbesitzer verschiedene Organisationen, wie unseren Laufsportverein All Blacks Thun angeschrieben hatte um als regelmässige Waldbenützer mitzuhelfen. Dabei fühlte ich mich angesprochen, da der Burgerwald seit über 30 Jahren mein "Hauswald" für verschiedene Trainings ist.

Rund 25 Personen versammelten sich beim Waldhaus, davon acht Mitglieder der All Blacks Thun. Unsere Aufgabe bestand darin, die nach der Holzschlag liegen gebliebenen Äste von Hand einzusammeln und am Waldwegrand aufzuschichten. Damit können nun die Äste vom Weg aus maschinell zu Holzschnitzel als Brennstoff verarbeitet werden.

Die knapp vier Stunden Handarbeit im Wald waren recht anstrengend, von der körperlichen Belastung her empfand ich sie als Ausdauertraining im Intensitätsbereich GA1 und GA2. Vorgängig hatte ich geplant, am Nachmittag noch ein Lauftraining zu machen. Aber die Müdigkeit nach getaner Arbeit war gross genug, dass ich das zusätzliche Training sein liess.



Von den All Blacks Thun waren vorwiegend ältere Semester anwesend.
Tags darauf am Sonntag, startete ich wie geplant am Huttwiler OL. Trotz der Belastung vom Vortag mochte ich gut laufen und erzielte trotz der rund achtminütigen Suche des ersten Postens einen Rang in der ersten Ranglistenhälfte.

Resultate Huttwiler OL Dürrenroth: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2015&rl_id=3344&kat=HB


7. April 2015

Aufbautraining

Meine zehnwöchige Frühjahrspause mit lockerem Training und einigen OL-Starts ohne Ambitionen sind nun vorbei. Letzte Woche begann ich mit meinem Aufbautraining für die kommende Sommersaison. Gegenüber den Vorjahren versuche ich, mit einer Änderung mein Training zu optimieren: Nach etwa drei Tagen werde ich jeweils ein Ruhetag ganz ohne sportliche Betätigung einbauen. Damit werde ich pro Woche ein bis zwei trainingsfreie Tage haben. Mit dieser Massnahme will ich meiner länger benötigten Erholungszeit noch mehr Beachtung schenken.

In den ersten drei Wochen steigere ich nun die Länge der Einheiten und beim Rad- und Lauftraining baue ich auch wieder längere Steigungen in die Strecken ein. Damit werden die Lauftrainings bis etwa zwei Stunden, die Radtrainings bis ungefähr vier Stunden und Schwimmtrainings bis rund 75 Minuten lang werden. Die Belastung wird auch vermehrt wieder in den höheren Intensitätsbereichen liegen.

In der vierten Woche ist dann wieder Ruhe angesagt damit ich am 26. April gut vorbereitet am Start vom ersten Rennen des Garmin Bike Cups in Colombier stehen kann.