5. Dezember 2011

Ziel verpasst

Nach meiner starken Erkältung konnte ich in Sion wieder gesund und erholt an den Start gehen. Die sehr schnelle aber technisch anspruchsvolle Strecke bei der Kaserne Sitten gefällt mir sehr gut. Nur an wenigen Stellen war der Boden feucht und etwas rutschig. Grösstenteils war der Boden für die Jahreszeit ausserordentlich trocken und sehr hart.


Aus der zweiten Startreihe gelang mir ein sehr guter Start bis Ende der Startgeraden. Aber möglicherweise habe ich meinen alten Motor dabei überdreht und ich büsste dies im Verlauf der ersten Runde wieder. Da war ich schon wieder im hintersten Viertel des Feldes eingereiht und bis ins Ziel konnte ich meine Position nur noch wenig verbessern. So wurde ich auch überrundet und damit verfehlte ich mein erhofftes Ziel, ohne Rundenverlust zu reüssieren. Im Rennen fühlte ich mich gut, aber vielleicht war ich von der Erkältung her noch etwas geschwächt, oder ich spüre meine lange und harte Sommersaison in den Beinen.


Resultate: http://www.radquer.ch/de/Results/Events/Cyclo-cross-Sion-Valais2011511_Nat-B.html

28. November 2011

Kein Start in Lausanne-Dorigny

Seit vielen Jahren erstmals wieder erwischte ich eine starke Erkältung mit Husten Schnupfen und Heiserkeit. Vermutlich liess ich mich während dem sportlich harten Wochenende irgendwo anstecken, als meine Abwehrkräfte etwas geschwächt waren. Montags und Dienstags verzichtete ich auch auf ein ganz leichtes Training und am Mittwoch und Donnerstag musste ich mich sogar bei meiner Arbeit krank melden. Am Freitag ging es mir wieder deutlich besser aber in der Nacht auf Samstag erlitt ich einen kleine Rückfall. Deshalb entschied ich mich schweren Herzens, auf den Start beim Quer in Lausanne-Dorigny zu verzichten. Nun bin ich zuversichtlich, dass ich nächsten Sonntag beim Start in Sion wieder ganz fit sein werde!

21. November 2011

Top und Flop

Nach einem harten Skore-Nacht-OL im Zweierteam am Freitagabend mit gutem Resultat war ich recht müde. Trotz dem freien Samstag konnte ich mich nicht ganz erholen und spürte den OL am Sonntag am Nationalen Quer in Bützberg noch in den Beinen.

Am Freitagabend stand bei mir wieder ein besonderes OL-Erlebnis auf dem Programm: Der DUO*NOL in Wahlendorf, einem Skore-OL über eine Stunde im Zweierteam. Als Partnerin für die Kategorie Sie+Er konnte ich Carmen Bähler gewinnen welche noch am Sonntag zuvor den Ticino-Marathon in 3:01:34 beendete! Meine schnelle Lauf-Trainingspartnerin lief ihren letzten OL vor über 20 Jahren in der Schulzeit. So war bei uns die Rollenverteilung klar: Ich war für das Kartenlesen verantwortlich und sie sorgte für ein stets hohes Tempo und stempelte die Posten.

Beim Skore-OL über eine Stunde ging es darum möglichst viele Punkte zu stempeln. So gaben die weit von Start und Ziel gelegenen Posten mehr Punkte als die näheren. Zu spätes Eintreffen gibt Punkteabzug. Neben dem schnellen Kartenlesen musste man also auch eine eigene Postenwahl treffen und dabei die Zielzeit im Auge behalten. Trotz des für mich sehr hohen Lauftempos machte ich keine gravierenden Fehler und wir konnten auch alle fünf Posten mit der Maximalpunktzahl holen. Im Ziel hatten wir 235 Punkte und noch gut zwei Minuten Zeitreserve. Dies ergab den 12. Rang und damit sind wir in der ersten Ranglistenhälfte klassiert. Unter den ersten sieben Teams waren mindestens ein Mitglied des National- oder Nachwuchskaders - hinter uns klassiert waren viele LäuferInnen, welche üblicherweise vor mir sind.

Am Sonntag startete ich in Bützberg beim nationalen Radquer. Der Boden ist seit vielen Wochen immer gleich - meist trocken und höchstens vom Nebel etwas feucht und glitschig. Bereits in der ersten Runde verlor ich viel an Boden und konnte mein gewohntes Tempo nicht fahren. Ich spürte immer noch die Müdigkeit vom OL vom Freitagabend. Lange Zeit lag ich an letzter Position und erst in meiner zweitletzten Runde konnte ich noch einen Junior überholen. Auf die Spitze verlor ich sogar zwei Runden.


Resultate DUO*NOL: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2011&event=DUO*NOL&kind=all

Resultate Quer Bützberg: http://www.radquer.ch/de/Results/Events/Radquer-Buetzberg2011511_Nat-B.html

14. November 2011

Bern by Night mit internationaler Beteiligung

Die Liebhaber der kleinen aber feinen Nacht-OL-Serie Bern by Night versammelten sich in Oberscherli zum ersten Contest dieser Wintersaison. Die Besetzung am Start war international und ausserordentlich hochkarätig. Die Trainingsserie erfreut sich sowohl bei Spitzen- wie auch bei Genussläufern immer grösserer Beliebtheit.

Nach sieben Wochenenden in Folge mit einem Quer-Start genoss ich nun ein rennfreies Wochenende. Rennfrei? - Meine Starts an Orientierungsläufen betrachte ich als Abwechslung und diese sind nicht so intensiv und zehrend wie Wettkämpfe mit einem Velo, Triathlons oder Bergläufe. Am Freitagabend fand der erste Nacht-OL der Serie Bern by Night in Oberscherli mit Massenstart auf einer kurzen und langen Bahn statt.

In den letzten Jahren werden die Bern by Night-Läufe immer öfter von Spitzenläufern als Trainingsläüfe genutzt. Einige LäuferInnen der Nationalmannschaft, darunter die mehrfachen OL-Weltmeister Simone Niggli und Daniel Hubmann und eine Gruppe schwedische und norwegische LäuferInnen, welche in der Schweiz in einem Trainingslager weilen, nutzten die Startgelegenheit. Mit meinen 50 Jahren gehöre ich in diesen Kreisen bereits zu den ältesten LäuferInnen, welche in der beliebten Berner Nacht-OL-Serie teilnehmen.

Im Laufgebiet herrschte starker Nebel und nach dem Start auf gut 800 Metern Höhe war die Sichtweite stellenweise auf 15 Meter gesunken. Ich sah mich mit schwierigem Gelände und einer ebensolchen Bahn konfrontiert. Schnell verlor ich unter diesen schlechten Sichtbedingungen die Orientierung und benötigte für die ersten beiden Posten geschlagene 20 Minuten! Die Verhältnisse im Wald waren für mich schlicht viel zu schwierig. Da entschloss ich mich, den Lauf aufzugeben und ich meinte, ich wäre dann der erste im Ziel bei meinem bisher kürzesten Nacht-OL. Jemand anderes war aber noch schneller: Weltmeister Daniel Hubmann wurde von seiner Lampe im Finsteren stehen gelassen ...

Resultate: http://bernbynight.pbworks.com/f/rangliste_bbn1_11_12.pdf

7. November 2011

Quercup ist entschieden

Bei schönstem Herbstwetter starteten wir in Däniken zum sechsten und letzten Lauf des diesjährigen Quercups. Der Boden war sowohl auf dem Feld wie im Wald sehr trocken und damit ergab sich ein schnelles Rennen. Trotz gutem Einfahren hatte ich mit dem schnellen Start Mühe und verlor rasch an Boden. Ab der zweiten Runde lief es mir dann besser und ich konnte meine Position lange halten. Zu Beginn meiner zweitletzten Runde glaubte ich daran, mich von der Überrundung retten zu können. Aber im einzigen Aufstieg im Wald kamen die späteren fünf Erstplatzierten des Rennens, alles Elitefahrer, von hinten in kurzen Abständen und überrundeten mich.


Mit meinem 15. Schlussrang in der Gesamtwertung liege ich im Bereich des Vorjahres. Ich sage jeweils, aus realistischer Sicht ist in meinem Alter in den Rennen Gleichstand bereits Fortschritt. Aber wichtiger dabei ist sicher die Freude am Wettkampfsport und die in Training und Rennen gewonnene Leistungsfähigkeit und Gesundheit.

Resultate Däniken: http://www.cycling-solothurn.ch/Joomla/images/quercup/danikenb.pdf

Schlussrangliste Quercup: http://www.cycling-solothurn.ch/Joomla/images/quercup/schluss11b.pdf

31. Oktober 2011

Hartes Radquer und schneller OL

Mit einem Radquer mit langer Steigung am Samstag und einem harten, schnell gelaufenen OL am Sonntag war mein sportliches Wochenende happiger als üblich. Die vielen Höhenmeter am Samstag und eine schnelle Laufpartnerin am Sonntag zehrten etwas an meiner Substanz.

Am Samstag startete ich zum vierten und zweitletzten Lauf vom Quercup in Pfaffnau. Die bekannte, sehr selektive Strecke wurde etwas geändert, aber dadurch verringerten sich die Höhenmeter nicht. Nach dem langen Aufstieg auf Asphalt folgte eine kurvenreiche, sehr glitschige Wiesenabfahrt. Der Boden war wegen dem täglichen Nebel und der Südwestlage des Hangs nass und damit in den Kurven tückisch. Die lange Steigung und die rutschigen Kurven behagten mir und ich wurde erst in meiner zweitletzten Runde von den beiden Spitzenfahrern überholt.


Am Sonntag wurde es für mich nochmals hart: Am Berner Mannschafts-OL in Melchnau, unweit von Pfaffnau, startete ich als Ersatzläufer mit Susi, einer schnellen D55-Läuferin in der Kategorie Sie+Er Master. Unsere Bahn führte vom Start weg zum ersten Posten rund 600 Meter lang einem breiten Waldweg entlang. Dort merkten wir, dass ich das Tempo ihr anpassen musste. Im Gelände, abseits der Wege aber musste ich alles geben, um ihr zu folgen, ebenso bergauf. Kartentechnisch ist sie mir überlegen, und so gab sie meist die Route an und auf der Karte verlor ich mich in diesem Lauftempo öfters. Aus gegenseitigem Respekt liefen wir beide ein etwas zu hohes Lauftempo, was sich mit drei zeitraubenden Fehlern auf der Karte mehr als rächte. Trotzdem klassierten wir uns im Mittelfeld und der Lauf als Sommer-Saisonschluss im OL hat uns gut gefallen.

Nach diesen beiden harten Wettkämpfen bin ich froh, die geplante Ruhewoche zu geniessen.

Resultate Quercup Pfaffnau: http://www.cycling-solothurn.ch/Joomla/images/quercup/pfaffnaub.pdf

Resultate BMOL: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2011&event=Berner+Mannschafts-OL&kat=S%2BE-M

25. Oktober 2011

Gegensätze an einem Wochenende

Am Samstag fuhr ich erstmals das Quer in Corbières (FR) vom Omnium Romand. Die abwechslungsreiche Strecke führte in jeder Runde vom Dorf hinunter ans Ufer des Lac de la Gruyère, was für ein Radquer recht viele Höhenmeter ergab. Eine nasse und heikle Schräghangabfahrt auf der schattigen Nordwestseite wurde von allen Fahrern zu Fuss gemeistert und eine Doppelhürde forderte ein zweites Absteigen pro Runde. Weniger versierte Techniker kapitulierten auch an einem rutschigen Schräghang im Wald. Das Quer im Freiburger Greyerzbezirk war das technisch und physisch bisher anspruchsvollste der Saison.

Am Sonntag nahm ich zur Abwechslung wieder am Emmentaler OL, dieses Jahr in Trubschachen teil. Im Gebiet Blapbach erwartete uns ein interessantes Gelände mit feincoupiertem Wald und offenen Weiden. Die Routen und Postenstandorte waren in der Kategorie HB eher schwierig und die vielen Höhenmeter ergaben sich im Emmental von selbst. Etwas müde vom Vortag lief ich in gemässigtem Tempo und genoss den Lauf bei kaltem aber strahlend schönem Herbstwetter.

Resultate Quer Corbières: http://www.omniumromand.ch/files/ORC2011_03_corbieres_Cat-1.pdf

Resultate Emmentaler OL: http://www.o-l.ch/cgi-bin/results?type=rang&year=2011&event=Emmentaler-OL&kat=HB